Sternenhimmel selber bauen: Planung, Fasern, Einbau
Wie ein Lichtfaser-Sternenhimmel entsteht: Faserdichte und Durchmesser wählen, Projektor platzieren, verlegen und ablängen.
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Lichtfasern leiten Licht ohne Strom am Zielpunkt. Das macht sie für Sternenhimmel, Modellbau und Wasserbereiche interessant, verlangt aber eine sauber geplante Einspeisung.
Kurz gesagt
Lichtfasern leiten Licht von einer zentralen Quelle an den Zielpunkt, ohne dass dort Strom oder Wärme anfällt. Endlichtfasern leuchten nur an der Spitze und eignen sich für Sternenhimmel, Seitenlichtfasern leuchten über die ganze Länge und wirken wie eine Lichtschnur.
Lichtfasern trennen die Lichtquelle vom Lichtpunkt. Das ist der ganze Trick, und daraus folgen alle Vorteile: kein Strom am Zielpunkt, keine Wärme, keine Wartung an schwer erreichbaren Stellen und ein Lampenwechsel an genau einer Stelle.
Jedes System besteht aus drei Teilen:
Die Fasern bestehen üblicherweise aus PMMA, einem Acrylglas. Sie sind biegsam, aber nicht beliebig: Unter einen bestimmten Biegeradius geknickt bricht der Lichtleiter oder verliert stark an Leistung. Als Faustregel gilt ein Biegeradius von mindestens dem Zehnfachen des Faserdurchmessers.
Der häufigste Anwendungsfall, und der, bei dem am meisten schiefgeht.
Faserdurchmesser mischen. Ein Himmel aus lauter gleich großen Punkten wirkt künstlich. Übliche Kombinationen mischen 0,5, 0,75 und 1,0 mm, teils mit einzelnen 1,5 mm für besonders helle Sterne.
Dichte. Für einen ruhigen Effekt genügen etwa 100 bis 150 Punkte pro Quadratmeter, für einen dichten Sternenhimmel entsprechend mehr. Mehr Fasern bedeuten bei gleichem Projektor weniger Licht pro Punkt.
Verlegen. Die Fasern laufen im Zwischenraum der abgehängten Decke zum Projektor. Der Projektor gehört an eine Stelle, die später erreichbar bleibt, etwa in einen Schrank oder eine Revisionsöffnung. Wer ihn einbaut und zumauert, wechselt beim ersten Defekt die Decke.
Ablängen. Die Fasern werden erst nach dem Verlegen bündig zur Deckenoberfläche abgeschnitten. Wer vorher kürzt, hat entweder zu kurze Fasern oder überstehende Enden.
Am Projektor werden alle Fasern zu einem Bündel zusammengefasst und in die Einspeiseöffnung geführt. Zwei Punkte entscheiden über die Helligkeit:
Über die Länge verliert eine PMMA-Faser Licht. Bei üblichen Installationen bis etwa zehn Meter fällt das kaum auf, bei sehr langen Wegen schon.
Moderne Projektoren arbeiten mit RGB-LEDs und lassen sich per Funk, App oder DMX steuern. Damit sind Farbwechsel und Dimmen möglich. Ein zusätzlicher Effekt entsteht durch ein rotierendes Farbrad oder eine Twinkle-Scheibe, die einzelne Fasern flackern lässt.
Für einfache Anwendungen genügt ein Projektor mit fester Farbe und Fernbedienung.
Wer Lichtfasern in ein Objekt einbettet, findet die Materialkunde dazu unter Gießharz. Für beleuchtete Modelle siehe Modellbau.
Wie ein Lichtfaser-Sternenhimmel entsteht: Faserdichte und Durchmesser wählen, Projektor platzieren, verlegen und ablängen.
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Endlichtfasern haben einen Mantel, der das Licht im Kern hält, sodass es nur an der Schnittkante austritt. Damit entstehen einzelne Lichtpunkte wie bei einem Sternenhimmel. Seitenlichtfasern geben das Licht bewusst über die gesamte Länge ab und wirken wie ein durchgehend leuchtender Faden, sind dafür aber deutlich lichtschwächer am Ende.
Das hängt von der Leistung des Projektors und dem Bündeldurchmesser des Einspeisepunkts ab, nicht von einer festen Zahl. Ein üblicher LED-Projektor für den Heimbereich versorgt je nach Modell rund 150 bis 400 Fasern mit 0,75 bis 1 mm Durchmesser. Maßgeblich ist die Angabe des Herstellers zum maximalen Bündelquerschnitt.
Ja. Wichtig ist ein sauberer, gerader Schnitt, weil eine ausgefranste oder schräge Schnittfläche das Licht streut und der Punkt matt wirkt. Ein scharfer Seitenschneider oder ein Skalpell reicht; für ein besonders klares Ergebnis kann die Schnittfläche vorsichtig geglättet werden.
Die Faser selbst leitet keinen Strom und ist deshalb für Nassbereiche wie Dampfbäder oder Pools ein klassischer Einsatzfall. Die Elektrik sitzt trocken außerhalb. Entscheidend ist die fachgerechte Durchführung durch die Wand und der Schutzgrad des Projektors am Aufstellort.