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Aura Shop

Lichtfaser & LED

Sternenhimmel selber bauen: Planung, Fasern, Einbau

Wie ein Lichtfaser-Sternenhimmel entsteht: Faserdichte und Durchmesser wählen, Projektor platzieren, verlegen und ablängen.

Von Redaktion Aura Shop

Kurz gesagt

Fasern in verschiedenen Durchmessern mischen, etwa 100 bis 150 Punkte pro Quadratmeter für einen ruhigen Effekt, den Projektor an eine dauerhaft zugängliche Stelle setzen und die Fasern erst nach dem Verlegen bündig abschneiden.

Ein Lichtfaser-Sternenhimmel besteht aus einem Projektor, einem Faserbündel und vielen kleinen Austrittspunkten. Weil am Lichtpunkt weder Strom noch Wärme anfällt, ist er auch für Bad, Sauna und Poolbereich geeignet.

Vorher planen

Fläche und Wirkung. Eine gleichmäßige Verteilung wirkt technisch, eine unregelmäßige natürlich. Wer einen echten Sternenhimmel nachbilden will, legt Gruppen und Leerräume an statt eines Rasters.

Durchmesser mischen. Ein Himmel aus lauter gleich großen Punkten wirkt künstlich. Üblich ist eine Mischung aus 0,5, 0,75 und 1,0 mm, ergänzt um einige wenige 1,5 mm für besonders helle Sterne.

Dichte festlegen. Rund 100 bis 150 Punkte pro Quadratmeter ergeben einen ruhigen Effekt. Wichtig ist der Zusammenhang mit dem Projektor: Er versorgt je nach Modell eine begrenzte Zahl Fasern, und die maßgebliche Grenze ist der Durchmesser der Einspeiseöffnung.

Projektorplatz bestimmen. Erreichbar, belüftet und außerhalb des Feuchtbereichs.

Der Einbau

  1. Decke vorbereiten. In der abgehängten Decke werden die Faserdurchführungen gebohrt, üblicherweise minimal größer als der Faserdurchmesser, damit die Faser stramm sitzt.
  2. Fasern einziehen. Von oben durch die Bohrung schieben, sodass ein Stück auf der Sichtseite übersteht. Noch nicht kürzen.
  3. Zum Projektor führen. Alle Fasern gebündelt und ohne enge Knicke zum Projektorplatz verlegen. Als Faustregel gilt ein Biegeradius von mindestens dem Zehnfachen des Faserdurchmessers.
  4. Bündel konfektionieren. Die Faserenden am Projektor auf gleiche Länge bringen und die Schnittflächen plan und sauber ausführen. Eine schräge oder ausgefranste Schnittfläche koppelt deutlich weniger Licht ein.
  5. Kontrollieren. Projektor einschalten, Raum abdunkeln und die Verteilung prüfen, solange noch etwas zu ändern ist.
  6. Decke schließen und ablängen. Erst jetzt die Fasern bündig zur Deckenoberfläche abschneiden. Ein scharfer Seitenschneider oder ein Skalpell ergibt einen sauberen Punkt.

Der Projektor

Moderne Geräte arbeiten mit RGB-LEDs und lassen sich per Fernbedienung, App oder DMX steuern. Damit sind Farbwechsel und Dimmen möglich.

Für den Funkeleffekt gibt es zwei Wege: eine rotierende Scheibe im Projektor, die einzelne Fasern kurzzeitig abdeckt, oder ein Twinkle-Modul. Ohne diesen Effekt steht der Himmel ruhig, was in Schlafzimmern oft angenehmer ist.

Was das Ergebnis verdirbt

  • Zu wenig Licht pro Faser, weil zu viele Fasern an einem zu schwachen Projektor hängen
  • Schlechte Schnittflächen an der Einspeiseseite
  • Enge Knicke im Verlauf, die die Faser dauerhaft schädigen
  • Ein Projektor, der eingebaut und unzugänglich ist
  • Zu gleichmäßige Verteilung, die den Effekt technisch wirken lässt

Weiterlesen

Grundlagen zu Endlicht- und Seitenlichtfasern, Einspeisung und Steuerung stehen in der Übersicht Lichtfaser und LED-Technik. Für beleuchtete Modelle siehe Modellbau.

Häufige Fragen

Wie viele Fasern brauche ich pro Quadratmeter?

Für einen zurückhaltenden Sternenhimmel reichen etwa 100 bis 150 Punkte pro Quadratmeter, für einen dichten Himmel deutlich mehr. Zu bedenken ist: Bei gleichem Projektor teilt sich das Licht auf alle Fasern auf. Mehr Punkte bedeuten also weniger Helligkeit pro Punkt.

Wohin kommt der Projektor?

An eine Stelle, die dauerhaft erreichbar bleibt, etwa in einen Einbauschrank, eine Abseite oder hinter eine Revisionsklappe. Er enthält die einzigen Verschleißteile der Anlage. Wer ihn fest einbaut und verschließt, muss beim ersten Defekt die Decke öffnen.

Kann ich die Fasern nachträglich noch verändern?

Solange die Decke offen ist, ja. Nach dem Verschließen lassen sich einzelne Fasern nur noch kürzen, nicht mehr versetzen oder ergänzen. Deshalb wird die Verteilung vor dem Schließen kontrolliert, am besten bei eingeschaltetem Projektor und abgedunkeltem Raum.